ETFs für Anfänger

Wer sich zum ersten Mal mit dem Thema Vorsorge und Vermögensaufbau beschäftigt stößt auf eine Vielzahl verschiedener Informationen und Ratgeber. Immer wieder kommt dann auch das Thema ETF auf, das eine gute Rendite bei relativ geringem Risiko verspricht. 

Welcher ETF passt zu mir und meinen Rahmenbedingungen?

Für fast jeden passt ein ETF zum Vorsorgeplan. Das liegt vor allem an den vielen Vorteilen: geringe Kosten, kein Startkapital nötig, Sparraten sind flexibel, wenig Aufwand, wenig Vorkenntnisse erforderlich, hohe Diversifikation, etc. 

Trotz des geringen Aufwands und der schnellen Startmöglichkeiten, gibt es einiges, das vor dem Start geklärt werden muss: 

  • Wo lege ich mein Depot an? 
  • Wie hoch ist meine monatliche Sparrate? 
  • Lege ich mich auf einen ETF fest oder plane ich mehrere zu besparen? 
  • Welcher ETF Anbieter ist der richtige für mich? 
  • Wie viel Risiko bin ich bereit zu tragen? 
  • Was schließe ich für mich als Investition aus (z.B. aus Nachhaltigkeitsgründen oder sozialen Überlegungen)?

Wenn all diese Fragen geklärt sind, folgt die wichtigste – weil entscheidende – Frage: 

Welcher ETF ist der richtige für mich? 

Gerade am Anfang können einen die tausenden Möglichkeiten überfordern. Die Zahl der existierenden ETFs hat in den letzten Jahren derart zugenommen, dass ein schneller Überblick kaum mehr möglich erscheint. 

Was immer dazu gesagt werden sollte: Auch eine Investition in ETFs ist immer mit einem Risiko behaftet – das investierte Geld kann also auch weniger werden. Allerdings besteht, anders als beim nahezu zinsfreien Tagesgeldkonto, auch die Chance auf Rendite. 

Für blutige Anfänger, die ihre ersten Investitionsentscheidungen treffen, ist es deshalb ratsam, sich erstmal langsam mit den Bewegungen am Wertpapiermarkt vertraut zu machen. Auch Neu-Anleger die sich für risikoaffin halten, sind oft schockiert, wenn es doch einmal zu einer kurzfristigen Marktkorrektur kommt und das Depot plötzlich auch mal länger rote statt grüne Zahlen schreibt. 

Du informierst dich grundlegend zum Thema ETFs? Hier findest du fünf wichtige Tipps zum Thema ETFs speziell für Anfänger, sowie einige Buchempfehlungen.

Wer nur schwer mit den täglichen Schwankungen im Depot umgehen kann, ist gut beraten in einen bereit gestreuten ETF zu investieren. Damit sind die Schwankungen zumindest ein wenig geglättet und fallen nicht mehr so dramatisch aus, wie bei Einzelaktien. 

Was ETFs mit Diäten zu tun haben

Zudem macht es ein ETF auch überflüssig täglich die Entwicklungen am Markt zu checken. Es reicht für viele eine gelegentlicher Kontrolle. Es ist ein bisschen wie mit dem eigenen Körpergewicht beim Versuch abzunehmen: Wer sich täglich wiegt, stellt schnell fest, dass das eigene Gewicht schwankt. Manchmal wegen der Pizza am Vorabend, aber auch manchmal ohne triftige Gründe. Für viele ist diese Schwankung frustrierend und demotivierend. Sich nur einmal pro Woche zu wiegen, kann deshalb vollkommen ausreichen. Der Trend über einen längeren Zeit wird erkennbar und es spielt eben keine Rolle mehr, ob zwischendurch ein Tag schlechter lief. 

Bei ETFs verhält es sich ähnlich:  

Beim Check eines breit gestreuten ETF kann der Zeitraum sogar noch viel länger als eine Woche ausfallen. Auch wenn die täglichen Schwankungen wegfallen, kann es über kurz oder lang natürlich trotzdem zu einer längerfristigen Korrekturphase kommen. Diese Korrekturphasen sind nie schön. Jeder würde gerne im ewigen Bullenmarkt investieren, mit der Gewissheit, dass die Investition von heute definitiv schon nächste Woche gute Renditen abwerfen wird. In dieser Bullenphase haben wir uns quasi in den letzten zehn Jahren befunden. Kurskorrekturen sind aber auch immer eine Chance – um günstig nachzukaufen. 

Was sind breit streuende ETFs?

Ein ETF der breit angelegt ist, investiert in der Regel nicht nur in wenige Länder. Das heißt, er ist international breit aufgestellt. Demgegenüber stehen ETF, die z.B. nur einzelne Länder abbilden und die deshalb in ihrer Entwicklung komplett von der Prosperität dieses Nationalstaats abhängen.

Viele ETFs (auch „World-ETFs“ ) gewichten die USA bzw. US Unternehmen sehr stark, was nichts grundsätzlich negatives ist. Allerdings sollte man sich dessen bewusst sein.

Außerdem ist ein diversifizierter ETF nicht nur an eine Technologie gebunden, z.B. Elektromobilität oder CRISPR. Auch hier hängt die gesamte Performance deines Investments von der Entwicklung dieser, zwar bedeutenden, aber vergleichsweise kleinen Nischen ab. Bei einer breiten Streuung möchtest du genau das vermeiden.

Wir raten in jedem Fall dazu: Schau dir die einzelnen Unternehmen in einer Übersicht an, die durch den ETF repräsentiert werden in den du investieren möchtest. So kommt es am Ende nicht zu bösen Überraschungen.

Beispiele für breit streuende ETFs

iShares Core MSCI World UCITS ETF

Xtrackers MSCI World Swap UCITS ETF 1C

iShares MSCI World UCITS ETF

SPDR® MSCI ACWI UCITS ETF

Vanguard S&P 500 UCITS ETF (USD)

iShares Core S&P 500 UCITS ETF

iShares MSCI EM UCITS ETF USD (Dist)

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